Hanteln und Maschinen
Welche Trainingsmethode für welche Aufgabe?
Langhantel
Die klassische Hilfe des Krafttrainings. Sie trainiert nicht nur die Zielmuskeln, sondern auch die Synergisten und Antagonisten, weil der Körper sein Gleichgewicht selber finden und halten muss. Dadurch wird der Gesamteindruck gefördert.
Wer mit der Langhantel trainiert muss allerdings besonders gut auf die richtigen Bewegungsabläufe achten. Es gibt keine äußeren Hilfen, die falsches Training oder gar gesundheitliche Schwierigkeiten durch falsche Bewegungen verhindern. Manche Übungen verlangen aus Sicherheitsgründen eine zweite Person als Hilfestellung (zum Beispiel Bankdrücken).
Kurzhantel
Kurzhanteln steigern gegenüber der Langhantel die Anzahl der trainierten Hilfsmuskeln, weil die Gelenke noch stärker von den Synergisten gestützt werden müssen als bei der starren Langhantel. Außerdem können die einzelnen Seiten des Körpers unterschiedlich stark trainiert werden. Das ist bei Verletzungen oder falscher Körpersymmetrie von großem Vorteil.
Wie bei der Langhantel gibt es bei den Kurzhanteln keine Unterstützung von außen. Du hast jede Möglichkeit, durch falsche Bewegungsabläufe den gewünschten Trainingseffekt zu verhindern bzw. sogar Deine Gelenke, Sehnen und Bänder zu schädigen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Du entweder besonders diszipliniert trainierst oder aber einen Trainer oder Partner hast, der Dich darauf hinweist, wenn Du eine Übung falsch ausführst.
Kabelzüge
Kabelzüge trainieren den Oberkörper, besonders Arm-, Delta- und Brustmuskeln. Durch den Abstand vom Turm kannst Du die Schwierigkeit und die Spannung im Muskel genauso beeinflussen wie durch das bewegte Gewicht. Je näher Du am Turm stehst desto kleiner wird der Hebelarm und um so schwieriger wird die Übung. Das bedeutet, dass Du möglichst genau wissen musst was Du tun willst. Gesundheitliche Gefährdungen sind zwar weitgehend ausgeschlossen, aber Du kannst den Trainingseffekt durch unsachgemäße Ausführung zunichte machen.
Kraftmaschinen
Die diversen Kraftmaschinen, wie Du sie in jedem durchschnittlichen Fitnessstudio zu Hauf findest, nutzen vor allem dem Anfänger. Sie führen Deine Bewegungen, so dass Du praktisch keine gesundheitlichen Risiken mit ihnen hast (deswegen sehen die meisten Trainer lieber, dass Du auf Maschinen als mit Gewichten arbeitest: sie haben ggf. viel weniger Ärger mit der Versicherung). Oft trainieren sie einen einzelnen Muskel oder nur eine kleine Muskelgruppe, weil sie die Gelenke entlasten und dadurch weniger Unterstützung der Synergisten notwendig wird. Dadurch sind Maschinen auch ideal für das Training isolierter Muskeln und gesundheitliche Rehabilitation.
Nur wenige Maschinen können optimale Bewegungsabläufe anbieten. Oft sind zum Beispiel die Belastungsspitzen nicht dort, wo der Muskel besonders kräftig gefordert werden kann. Deswegen, und wegen der größeren Vielfalt der Übungen mit dem selben Gerät, wechseln viele Fortgeschrittene zu den freien Gewichten.
Nautilus-Geräte
Diese Kraftmaschinen sind besonders ergonomisch. Ihre Gelenke liegen auf der selben Ebene wie die Gelenke des Athleten. Durch die Wirkung einer Drehmomentscheibe werden die Muskeln zu jedem Zeitpunkt der Bewegung ideal belastet, während falsche Bewegungsabläufe fast unmöglich sind. Tolle Dinger!
Leider sind Nautilusgeräte sehr, sehr teuer und entsprechend selten zu finden. Das ist der einzige Nachteil, den ich erkennen kann.