Speerwerfer-Pose
Oberkörper
Die Haltung der Arme ist sehr gut bekannt: einer wird gebogen wie beim Doppel-Bizeps von vorn, der andere gerade und ein wenig nach oben ausgestreckt. Die Hand wird ebenfalls gerade gestreckt und bildet eine Linie mit dem ausgestreckten Arm. Dein Blick ist auf die Fingerspitzen des ausgestreckten Arms gerichtet. So werden auch die Kopfwender gut dargestellt. Und durch die nach oben gezogenen Arme sind die Delta- und Trapezmuskeln wohl geformt. Atme bei der Vorführung der Pose fast völlig aus und spanne die Bauchmuskulatur kräftig an. Um die Brustmuskeln brauchst Du Dich nicht besonders zu kümmern, weil sie durch die Armhaltung bereits gespannt werden. Kann aber nicht schaden, wenn Du sie nicht vergisst.
Wie Du auf der Abbildung erkennen kannst wird auch der Latissimus in dieser Pose hervorragend präsentiert. Dazu ist aber wiederum eine aufspannende Bewegung notwendig, wie sie bereits bei der Latissimuspose beschrieben wurde. Deswegen ist es notwendig, diese Pose innerhalb einer Kür mit den passenden vorbereitenden Bewegungen vorzubereiten. Und natürlich: üben, üben, üben!
Beinhaltung
Obwohl die Speerwerferpose die Aufmerksamkeit des Betrachters besonders auf den Oberkörper lenkt ist die Beinhaltung trotzdem sehr, sehr wichtig. Immerhin öffnet die Pose den Körper des Athleten für den Blick auf jedes Detail; kein Muskel wird verdeckt oder kann "schöngedrückt" werden. Deshalb solltest Du auch der Beinstellung besondere Aufmerksamkeit schenken.
Die Grundstellung ist wieder einfach: richte Dich frontal zum Betrachter aus und öffne dabei die Beine im 45° Winkel. Den Wadenmuskel kannst Du besser vorführen, wenn Du ein Bein etwas weiter drehst. Dazu nimmst Du am besten das Bein unter dem ausgestreckten Arm, das wirkt natürlicher. Auf der Illustration kannst Du gut erkennen, wie Thomas das macht: nicht aufdringlich, aber ausreichend.
Auch die Oberschenkel kannst Du sinnvoll betonen. Dazu knickst Du sehr leicht, fast unsichtbar, die Knie ein. Das erhöht die Spannung im Quadrizeps und verhilft Dir zu einer besseren Definition. Achte dabei darauf, die Ferse fest auf den Boden zu pressen. Dadurch entsteht auch in der Wade mehr Spannung, sie wirkt also markanter. Achte aber unbedingt darauf, dass dieser Kniff unsichtbar bleibt, weil er sonst die Wirkung der Pose beeinträchtigt.
Ein wichtiger Hinweis
Die Speerwerferpose ist besonders schwierig, weil es fast unmöglich ist, die Muskeln durch Druck zu formen. Zugleich ist es eine sehr offene Pose, die dem Betrachter jeden Fehler deutlich offenlegt. Um die Sache noch schwieriger zu machen kannst Du die Pose nicht vor dem Spiegel üben, weil Du ja auf Deine Fingerspitzen schauen musst. Deswegen solltest Du Dir für diese Pose unbedingt einen Trainingspartner suchen, der Dich bei der Ausführung beobachtet und korrigiert!
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