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Wie baue ich eine Wettkampf-Kür auf?

von Daniel Radtke

Wer sich auf einen Wettkampf vorbereitet muss nicht nur trainieren. Er muss auch seine Muskeln präsentieren. Das bedeutet zunächst, dass er die sieben Pflichtposen vorführen muss. Aber dann gibt es auch noch die Kür...

In der Kür soll sich der Athlet im besten Licht zeigen können. Die Richter wollen wissen, ob sich der Athlet auch bewegen kann, ob er auch andere Vorzüge hat als er mit den Pflichtposen darstellen konnte. Es handelt sich also um eine zusätzliche Chance für den Wettkämpfer: "Nun zeig mal, was Du kannst!"

Für diese Chance stehen Dir genau 60 Sekunden zur Verfügung. So nutzt Du sie am besten:

In der Kür sind nicht nur die ausgewählten Posen wichtig, sondern auch die Übergänge zwischen ihnen. Darum sollten die Posen, die Du nacheinander einnimmst, nicht allzu weit von einander abweichen. Verbinde alle Posen mit wenigen, flüssigen Bewegungen! Denke daran, dass auch das Publikum in den hinteren Reihen etwas erkennen möchte. Deswegen sind weite, pathetische Bewegungen sehr passend. Trotzdem musst Du auf weiche, zusammenhängende Bewegungen achten; sie sollen Deine Kür-Posen zusammen halten.

Achte unbedingt darauf, dass Deine Bewegungen und Posen genau auf der Musik liegen! Eine Posing-Kür ist eine Art Ballett, ein Solo! Falls Du eine Musik gewählt hast, die starken Rythmus hat oder die Paukenschläge enthält müssen Deine Bewegungen und Posen genau synchron zu ihnen "einrasten". Falls Du nicht besonders musikalisch bist helfen Dir solche Zeichen in der Musik, Deine Kür genau zu timen. Und auch hier siehst Du wieder, warum es so wichtig ist, früh mit den Vorbereitungen anzufangen.

Und welche Posen solltest Du für die Kür auswählen?

Das Wichtigste: vergiss nie zu LÄCHELN!!! Egal wie angespannt Dein Körper ist, Du musst immer wirken, als ob dies die leichteste Übung der Welt wäre...

Übrigens: wenn Du in einem Studio trainierst, das diesen Namen auch verdient, solltest Du Dich mit dem Üben der Posing-Figuren nicht zurückhalten, egal, wie Dein Trainingsstand ist. Sicher, die Leute, die sich darüber amüsieren, gibt es natürlich immer. Ignoriere sie! Denn irgendwo ist auch der Profi oder ein Trainer, der "den Tiger in Deinen Augen" erkennt und Dir hilft, Fehler von vornherein zu verhindern. Habe den Mut, Dich zu "blamieren". Du tust es nicht wirklich!



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