Grundlagen des Posings
von Daniel Radtke
Klare Sache: Du willst Dich von der besten Seite zeigen. Dazu ist es natürlich notwendig, dass Du genau weisst, wo Dein Körper besonders gut geformt ist und welche Details Du besser nicht so sehr betonst. Dafür ist der Spiegel ein unerlässliches Hilfsmittel. Aber Du brauchst auch einen guten Blick und genügend Selbstvertrauen, um vor Dir selbst zu sagen, wo Du gut aussiehst. Das ist viel schwieriger als zu sagen, wo Du Dich noch verbessern musst. Wenn Du das zunächst noch nicht schaffst wendest Du Dich dafür an Deinen Trainer oder Deinen Trainingspartner. Es gibt keinen Grund, warum sie Dich klein machen sollten, nicht wahr?
Auch im Posing gibt es die eiserne Regel: Üben, Üben, Üben! Nur wenn Du die Bewegungsabläufe im Schlaf beherrscht kannst Du Dich um die wichtigen Details konzentrieren. Einen entspannten Gesichtsausdruck zu machen, zum Beispiel. Die meiste Zeit wirst Du vor einem Spiegel verbringen, um die Posen zu üben und ihre Wirkung zu beobachten. Das ist zwar notwendig, aber Du solltest auch frühzeitig Deinen Trainingspartner oder Trainer einbeziehen. Wenn Du vor Publikum auftrittst kannst Du Dich nicht selbst kontrollieren wie vor dem Spiegel. Falls Du vorher nicht oft genug ohne Spiegel geübt hast wirst Du automatisch unsicher. Aber wenn Du ohne Spiegel übst brauchst Du trotzdem jemanden, der Dich auf Fehler hinweist und korrigiert. Also Deinen Partner.
Posing besteht nicht nur aus den bekannten Posen unter kompletter Anspannung des ganzen Körpers, wie sie in den folgenden Artikeln beschrieben werden. Alle Posen müssen miteinander verbunden werden; also musst Du Dich bewegen. Auch diese Bewegungen müssen geübt werden! Dein Ziel sollten elegante, fließende Bewegungen sein, in denen die Posen wie im Film kurz eingefroren werden. Dynamik wirkt! Du bist schließlich kein Holzklotz!
Um Dich elegant bewegen zu können sind geschmeidige Muskeln notwendig. Wenn Du Stretchings und Dehnungsübungen in Deinem Trainingsplan aufnimmst und ständig ausführst hast Du eine sehr gute Grundlage. Ebenfalls hilfreich sind Massagen, Sauna und autogenes Training, um die Muskeln zu entspannen und damit geschmeidig zu halten. Ganz wichtig ist es, während Deines gesamten Trainings diese Maßnahmen mitlaufen zu lassen, weil Deine Muskeln durch das Training sehr leicht verspannen und bretthart werden. Das ist nicht gerade eine gute Grundlage für elegante Bewegungen.
Übrigens sind geschmeidige Bewegungen nicht nur zwischen den verschiedenen Posen nötig. Auch wenn Du bei einem Wettkampf eine Pose eingenommen hast lohnt es sich, sich ein wenig nach links und rechts zu drehen, weil die Richter nicht alle an einer einzigen Stelle sitzen. Sorge dafür, dass alle Deine Posings gut bewerten können. Zudem kannst Du auf diese Weise die etwas schlechteren Lichtverhältnisse am Rand der Bühne ausgleichen. Irgendwann stehst auch Du auf einem ungünstigen Platz; besser Du weisst rechtzeitig, was dann zu tun ist. Und auch diese Bewegungen müssen immer wieder trainiert werden.
Wenn etwas leicht aussieht steckt meist viel Arbeit dahinter.
Viel Erfolg beim Üben! Ich sehe Dich!
Daniel
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