Pyruvat
Der Grund dafür ist, dass Pyruvat ein wichtiger Baustein für den Zitronensäurezyklus ist, in dem unter Anderem der Brennstoff für die Zellen hergestellt wird. So ganz nebenbei fallen auch noch ein paar Aminosäuren ab, die für den Zellaufbau wichtig sind.
Pyruvat entsteht, wenn der Körper Glukose (= Zucker und Stärke = Kohlehydrate) spaltet und in die Bausteine zerteilt, die für den Zitronensäurezyklus gebraucht werden. Das ist besonders das Pyruvat. Wenn Du dem Körper Pyruvat direkt anbietest (statt in Form von Glukose) sparst Du Dir also diesen ersten Abbauschritt. Der Körper braucht diese Energie nicht aufzubringen und kann sie anders nutzen. Zusätzlich kann aus Pyruvaten nicht so leicht Fett gebildet werden wie aus Kohlehydraten.
Ein zusätzlicher Nutzen entsteht dadurch, dass Pyruvat den anaeroben Zellstoffwechsel fördert (also die Ausdauer steigert). Das liegt an biochemischen Vorgängen, die zu erläutern ich uns an dieser Stelle erspare. Auf alle Fälle werden genau die Bausteine bereit gestellt, die die Zelle braucht, um Energie ohne Sauerstoff zu produzieren. Und genau das ist Kraftausdauer.
Fazit: Pyruvat ist ein wertvoller Helfer. Besondere Wirkung entfaltet sich, wenn Du ein wenig zuviel Körperfett hast, weil dann dieser Anteil veringert wird. In jedem Fall bleibt die ausdauersteigernde Wirkung.
Und wieviel soll's sein? 5-6 Gramm pro Tag, 6 Wochen lang. Mehr hilft nicht mehr; ab 30 Gramm / Tag treten sogar Übelkeit und Durchfall als Nebenwirkungen auf. Pyruvat findet sich besonders in Obst und Gemüse (zum Beispiel in roten Äpfeln: 450 mg/100g), Rotwein (40mg/100ml) und dunklem Bier (30mg/100ml). Besonders gut wirkt Pyruvat, wenn zugleich besonders viel Vitamin B5 (Pantothensäure) und Zink in der Nahrung ist, weil diese Stoffe zusammen mit dem Pyruvat im Zitronensärezyklus wirken.