Prohormone
Allerdings ist diese Wirkung von der Anwesenheit von Testosteron abhängig. Sobald weniger Testosteron im Blut vorhanden ist werden die dadurch gewonnenen Muskelzuwächse wieder abgebaut, während die Fettreserven zugleich zunehmen. Wer sich also dazu entschieden hat, seinen Körper mit Hilfe von Testosteron zu formen, muss für einen ständig erhöhten Spiegel sorgen, um den Effekt aufrecht zu erhalten.
Prohormone verringern die Gefahr der Überdosierung erheblich. Sie heben zwar ebenfalls den körpereigenen Testosterongehalt an (auf den zwei- bis sechsfachen Wert), aber weil der Körper die Bausteine, die durch das Prohormon geliefert werden, selbst zu dem wirksamen Hormon zusammensetzt, ist die Gefahr der Überdosierung mit den entstehenden Nebenwirkung wesentlich geringer. Auch hier gilt aber, dass die Muskulatur wieder abgebaut wird, sobald keine (oder weniger) Prohormone eingenommen werden.
Während Prohormone eine Alternative zur direkten Gabe von Testosteron darstellen gibt es auch eine Alternative zu Prohormonen: mehr Sex. Nein, das ist kein Witz! Denn wie der erhöhte Testosteronspiegel zu einem größeren Drang zur Freundin führt funktioniert das auch umgekehrt: mehr Sex signalisiert dem Körper, dass er mehr Testosteron braucht, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Und dieser Weg, den Testosterongehalt im Blut zu steigern, ist nicht nur natürlicher, sondern auch billiger als der Griff zu irgend welchen Medikamenten. Und er macht viel mehr Freude. Oder?
Noch ein Hinweis am Rande: in der Werbung für Prohormon-Präparate wird oft darauf hingewiesen, dass die Inhaltsstoffe aus Pflanzen gewonnen werden. So soll der Eindruck erweckt werden, dass sie gesund wären. Das ist natürlich ein Trugschluß, denn nicht alle Stoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden, sind besonders gut für uns. Strychnin, um nur ein Beispiel zu nennen, wird aus Bittermandeln gewonnen, die auch in Lebensmitteln verwendet werden. Aber kämst Du auf den Gedanken, Strychnin deshalb für gesund zu halten?
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