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Glossar: Buchstabe S
- Saccharose
- Chemischer Name des normalen Zuckers, einem Kohlenhydrat. Saccharose ist ein Einfachzucker, geht also besonders rasch ins Blut über. Dadurch kann er dem Körper bei großer körperlicher oder geistiger Anstrengung schnelle Energie liefern.
- Sagittalebene
Wenn man einen Menschen durchschneiden würde könnte man sein Inneres sehen. Die Mediziner machen genau das. Je nachdem, in welche Richtung man schneidet kann man nun verschiedene Organe sehen. Damit die Mediziner nicht jedesmal einen Menschen zerschneiden müsen um zu zeigen, was sie meinen, haben diese Schnittebenen Namen bekommen. Einer davon ist die Sagittalebene: ein Schnitt von vorne nach hinten durch den Menschen. Wenn dadurch, wie auf der Abbildung, zwei spiegelbildliche Teile entstehen würden spricht man auch von der Mediansagittalebene. Die Schnittflächen können aber auch links und rechts daneben liegen.
Der Begriff stammt übrigens vom lateinischen Wort "saggita" ab, das "Pfeil" bedeutet. Die Sagittalebene ist also, frei übersetzt, "die Richtung, in die man einen Pfeil in einen Menschen schießt". Mediziner haben einen ziemlich schrägen Humor...
Die beiden anderen Schnittebenen sind die Frontalebene und die Transversalebene.- Sehnenplatte
- Medizinisch: Aponeurose. Sehnen sind normalerweise Stränge, ähnlich wie Drähte, die Muskeln und Knochen verbinden. Sie müssen aber nicht dünn sein, sondern könnnen auch breite Flächen bilden. Dann sind meistens mehrere Muskeln angewachsen. Die bekanntesten Aponeurosen sind die Sehnenplatte auf dem Bauch, die zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln liegt und an Schambein und Brustbein angewachsen ist, sowie die Sehnenplatte an der Ellenbeuge, in der die drei Köpfe des Trizeps enden.
- Sesambeine
- Sehr kleine, abgerundete Knöchelchen, die gelegentlich in Sehnen, Bändern und Gelenkkapseln eingebaut sind. Sie vergrössern den Abstand zwischen Knochen und Sehne und erhöhen dadurch die Kraft, mit der ein Muskel an einem Knochen zieht. Die grössten Sesambeine sind die Kniescheibe und das Erbsenbein (an der Hand).
- Sloan Körperfett-Formel
- 1967 veröffentlichte der amerikanische Wissenschaftler A.W.Sloan eine Formel, mit der durch die Messung zweier Hautfalten (an Schulterblatt und Oberschenkel) der Anteil an Körperfett in Prozent berechnet wird. Es gibt inzwischen bessere Formeln, die auch das Alter berücksichtigen und einen etwas anders rechnen (zum Beispiel die 3-Falten Formel von Jackson-Pollock), doch die Sloan-Formel ist auch heute noch sehr beliebt, weil leicht anzuwenden. Sie lautet:
495/(1,1043-0,001327*Schenkel-0,001310*Schulterblatt)-450
Das Ergebnis ist der Körperfettanteil des Athleten in Prozent. Die Formel ist ausschließlich für Männer gültig.
BBLex verfügt über einen Online-Rechner für diese Formel. - Sollgewicht
- Die medizinische Empfehlung, wie schwer ein Mensch sein sollte, wird "Sollgewicht" genannt. Wenn ein Mensch mehr als 10% über diesem Gewicht liegt hat er Übergewicht, bei mehr als 20% über dem Sollgewicht spricht man von Fettsucht (medizinisch: Adipositas).
Normalerweise wird das Sollgewicht überschlägig nach dem Broca-Index berechnet: Körpergröße in Zentimetern minus 100 = Gewicht in Kilogramm. Besser und genauer geht es mit den MLIC-Nomogrammen, die statistische Auswertungen von Gewicht und Lebensdauer von mehr als 5 Millionen Nordamerikanern ausgewertet und in einfache Grafiken umgesetzt haben (Auftraggeber waren die amerikanischen Lebensversicherungen). BBLex zeigt im Stichwort Idealgewicht ein solches Nomogramm. - Somatotropin
- Medizinischer Name für das Wachstumshormon STH. Somatotropin wird in der Hypophyse gebildet, fördert das Längenwachstum der Knochen und baut Fett aus den körpereigenen Reserven ab.
- SPA
- Lateinische Abkürzung für "sanum per aquam" (deutsch: "Gesund durch Wasser"). Dieses Kürzel wird häufig von Badehäusern verwendet, die Schwimmbecken, Saunen und Massagen anbieten.
Das belgische Heilbad Spa war um 1900 ein beliebtes Reiseziel für reiche Touristen, die sich gesundheitliches Wohlbefinden durch den Aufenthalt versprachen. Möglicherweise ist die Bezeichnung eine Anlehnung an diesen Ort, da der lateinische Ausdruck "sanum per aquam" offensichtlich eine neuzeitliche Schöpfung ist. - Speiche
Medizinisch: Radius. Einer der beiden Knochen des Unterarms. Die Speiche ist der kürzere, dünnere Knochen, der an der Außenseite des Arms liegt. Er ist mit der Elle (medizinisch: Ullna) durch eine große Zahl kräftiger Fasern, die membrana interossea verbunden, die Zug und Druck auf beide Knochen verteilt. Deswegen brechen bei einem Bruch des Unterarms fast immer beide Knochen.
- Speicherfett
- Der Körper kennt zwei Arten von Körerfett: das Baufett und das Speicherfett. Speicherfett dient der Vorsorge für schlechte Zeiten, damit der Körper stets mit Brennmaterial versorgt ist. Außerdem kann der Organismus aus Speicherfett durch chemischen Umbau auch Eiweiß und Kohlenhydrate aufbauen, so dass der Körper mit wichtigen Bausteinen versorgt ist. Speicherfett, das im Gegensatz zu Baufett übrigens weiß ist (wie im Speck), kann ohne Probleme komplett verbraucht werden. Allerdings sollten Männer nicht dauerhaft weniger als 8 Prozent Körperfettanteil besitzen, Frauen sogar mindestens 12 Prozent, weil sonst das wichtige Baufett angegriffen wird.
- Splenius
- Muskel im Nacken, der auf der hinteren, äußeren Seite des Schädels und an den oberen Wirbeln angewachsen ist. Er dreht den Kopf nach außen, ist also einer der Gegenspieler des Kopfwenders. Der Splenius ist fast nie von außen zu erkennen, weil er vom Trapezmuskel überdeckt wird.
- Sprunggelenk
- Das Gelenk zwischen Fuß und Unterschenkel (der Knöchel).
- Stärke
- Eine Gruppe von Kohlenhydraten, die nicht sofort ins Blut übergehen können. Sie besteht aus chemisch verbundenen Zuckermolekülen, die zuerst durch Verdauen getrennt werden müssen, bevor sie den Muskeln und Nervenzellen als Energielieferant zur Verfügung stehen. Ein anderer Name für sie ist deswegen "Mehrfachzucker". Stärke ist meist mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralien vermengt und deswegen für die Ernährung besonders wertvoll.
- STH
- Medizinischer Name für das Wachstumshormon Somatotropes Hormon. STH wird in der Hypophyse gebildet, fördert das Längenwachstum der Knochen und baut Fett aus den körpereigenen Reserven ab.
- Superkompensation
- Durch körperliche Belastung, zum Beispiel Training, werden die Muskeln erschöpft. Der Körper sorgt darum nicht nur für die Erholung des Muskels, sondern baut auch den Muskel weiter auf, indem mehr Aktin und Myosin in die Muskelzellen eingelagert werden.
- Supination
- Einen Arm oder ein Bein nach Außen drehen. Wenn Du zum Beispiel aufrecht stehst und die Arme hängen lässt weisen die Handflächen zum Körper. Wenn Du nun den Arm so drehst, dass die Handflächen nach vorne zeigen, hast Du den Arm nach außen gedreht, ihn also supinatiert.
Das Gegenteil der Supination ist die Pronation. - Supplement
- Ergänzendes Nahrungsmittel. In unserer Nahrung sind nicht immer alle Stoffe in den nötigen Mengen enthalten, die der Körper braucht. Dies gilt besonders für Menschen unter starker körperlicher Belastung. Bodybuilder, zum Beispiel. Deswegen gibt es eine große Zahl von Präparaten, die solche Stoffe (zum Beispiel Kreatin, Magnesium oder Lecithin) konzentriert enthalten und die zusätzlich zum Essen genommen werden. Im Gegensatz zu Anabolika und Hormonen sind sie keine körpereigenen Stoffe, sondern stammen aus Lebensmitteln. Einige Supplemente steigern aber die Produktion von Hormonen. BBLex bietet einen eigenen Artikel zum Thema Supplemente an.
- Symmetrie
- Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet: "Gleiche Maße". Beim Bodybuilding ist die Symmetrie der Körperachsen wichtig. Wenn die linke und die rechte Körperseite gleiche Umfänge aufweisen spricht man von einem ausgewogenen Körper, wenn der Ober- oder der Unterkörper kräftiger ist spricht man von einer dominanten Körperhälfte. BBLex verfügt über einen Artikel zur Körpersymmetrie.
- Symphyse
aus dem Griechischen: "Zusammenfügung". Die Stelle, an der die vorderen Bögen des Beckens, die Schambeine, zusammen stoßen. Sie sind aber nicht völlig mit einander verwachsen, sondern durch einen kleinen Knorpel verbunden. So bleibt das Becken bei Stößen ein wenig verformbar und bricht nicht so leicht. Gebärende stoßen ein Hormon aus, das den Knorpel aufweichen lässt; dadurch kann die Symphyse bei der Geburt etwas gedehnt werden und erleichtert so die Geburt.
- Symptom
- Zeichen einer Krankheit. Der Abwehrkampf des Körpers oder Schäden, die der Körper hinnehmen musste führen zu Veränderungen am Körper, die der Arzt dafür nutzen kann, die zugrunde liegende Krankheit zu erkennen. So sind beispielsweise Hautrötung, Hitze oder Fieber, eine Schwellung und Schmerz die typischen Symptome einer Entzündung. Wodurch die Entzündung entstand, was also die Ursache der Krankheit ist, kann damit allein noch nicht gesagt werden; dafür müssen weitere Symptome der Krankheit gefunden werden.
- Syndrom
- Eine Reihe gemeinsam auftretender Symptome, die zusammen eine Krankheit beschreiben.
- Synergist
- Ein Muskel, der mit einem oder mehreren anderen Muskeln die selbe Bewegung ausführt. Er arbeitet also zusammen mit den anderen Muskeln (aus dem Griechischen: synergein = zusammen arbeiten).