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Glossar: Buchstabe M

Magnesium
Ein Mineral, das sich in vielen Lebensmitteln, besonders in Getreide, findet. Magnesium ist lebenswichtig, weil es einer der Stoffe ist, die im Körper das "Kraftwerk" am Laufen halten. Weil es auch bei der Weiterleitung der Nervenimpulse und der Muskelkontraktion gebraucht wird haben Menschen mit Berufen, bei denen man sich stark konzentrieren muss, und Athleten einen höheren Bedarf an Magnesium als der Durchschnitt. Deswegen wird es häufig als Supplement gegeben.
Maximalkraft
Die höchsmögliche Kraft, die ein Mensch bewußt entwickeln kann. Das sind etwa 85% der Möglichkeiten des Muskels. Nur in Notsituationen können diese zusätzliche Kraftreserven mobilisiert werden, deshalb werden sie nicht zur Maximalkraft gerechnet.

Die Maximalkraft wird von zwei Umständen bestimmt:
  • Einem möglichst großen Querschnitt der Muskelfasern (durch Training)
  • und der Zusammenarbeit der einzelnen Muskelfasern untereinander.
Mehrfachzucker
Ein Kohlenhydrat, das aus mehreren Bausteinen, den Einfachzuckern, zusammengesetzt ist. Mehrfachzucker werden auch "Stärke" genannt. Um vom Darm ins Blut überzugehen müssen sie verdaut, d.h. in ihre einzelnen Bausteine zerlegt, werden. Danach dienen sie als Energielieferanten für Muskeln und Nerven. Weil sie erst verdaut werden müssen stehen sie dem Körper nicht so schnell wie Einfachzucker zur Verfügung. Das erhöht ihren Wert in der Ernährung genauso wie die Tatsache, dass sie meist mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzt sind.
Metabolismus
Medizinischer Ausdruck für Stoffwechsel. Alle Vorgänge, die den Auf- und Umbau von Körperteilen wie Zellen, Knochen oder Zellbausteinen (Proteine, Kohlehydrate und Fette, aber auch Enzyme, Hormone etc.) betreffen sind metabole Vorgänge.
Metaphyse
Als Metaphyse bezeichnet der Mediziner die übergangszone zwischen dem Knochenschaft (Diaphyse) und dem Knochenkopf (Epiphyse). Es handelt sich dabei um die ehemalige Wachstumszone des Knochens, die Epiphysenfuge. Dem entsprechend gibt es sie nur bei ausgewachsenen Personen.
Mitochondrien
Kleine Kapseln in der Zelle, in denen die Energie gewonnen wird, die die Zelle zum Leben und Arbeiten braucht. Alle chemischen Reaktionen (ATP wird zu ADP und Energie und dann mit Kreatin zurück zu ATP umgewandelt) finden ausschließlich in den Mitochondrien statt. Deswegen ist die Zahl der Mitochondrien pro Zelle ein direkter Maßstab für die Leistungsfähigkeit der Zelle.
Morbus Bechterew
Schwere Erkrankung der Knochen und Bänder. Die Knochen wachsen zusammen, die Gelenke werden unbeweglich. Zugleich verknöchern die Bänder und ziehen sich zusammen. Dadurch wird die Wirbelsäule rund gebogen und versteift so. Der Vorgang dauert meist mehrere Jahre und beginnt oft erst im Alter. Die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt; wahrscheinlich gibt es genetische Gründe.
Morbus Osgood-Schlatter
Beim Morbus Osgood-Schlatter (manchmal auch: Morbus Schlatter) handelt es sich um eine Entzündung der Sehne des Kniegelenks, die vor Allem junge Männer und Jugendliche trifft. Sie wird wahrscheinlich durch zu starke Belastung des Kniegelenks verursacht. Die Betroffenen klagen über ständige Schmerzen vorne unter dem Knie, die bei Belastung stark zunehmen; oft kann das Gelenk weniger belastet werden. Das kann soweit führen, dass das Knie schon beim normalen Gehen wegknickt. Zusätzlich können bei dieser Krankheit kleine Teile des Knochens abbrechen.

Die Behandlung besteht hauptsächlich aus Schonen und Kühlen des Kniegelenks sowie aus der Verordnung von Schmerzmitteln und Krankengymnastik; wird die Erkrankung früh erkannt und behandelt sind die Heilungsaussichten gut.
Morbus Scheuermann
Erkrankung der Wirbelsäule, auch Rundrücken genannt. Dabei verformen sich die einzelnen Wirbel im Laufe der Zeit und werden keilförmig. Im fortgeschrittenen Zustand brechen die Ober- und Unterseiten der Wirbel nach innen, so dass die Wirbelsäule nicht mehr belastet werden kann und es zu ständigen Rückenschmerzen kommt. Zugleich werden die Bandscheiben, die im gesunden Zustand als Kissen zwischen den einzelnen Wirbeln die Wirbelsäule beweglich halten, immer starrer und beginnen zu verknöchern.

Die Erkrankung tritt oft bei Jugendlichen am Ende der Wachstumsphase auf. Auch bei Erwachsenen, besonders im fortgeschrittenen Alter, kommt der Scheuermann vor. Er geht oft, aber gerade bei Jugendlichen nicht immer mit Rückenschmerzen einher. Ein Athlet mit Morbus Scheuermann sollte auf keinen Fall Gewichte stemmen! Die Gefahr für bleibende Schäden an der Wirbelsäule ist gewaltig. Da die Heilungschancen sehr gut sind wenn der Scheuermann früh erkannt wird gibt es keinen vernünftigen Grund, nicht die Behandlung abzuwarten.
Muskelkopf
Wenn sich ein Muskel in mehrere Stränge aufteilt, die zwar an einem einzigen Punkt beginnen, aber an verschiedenen Stellen enden, nennt man jeden solchen Strang einen "Muskelkopf". Ein Bizeps hat zwei, ein Trizeps drei und ein Quadrizeps vier Muskelköpfe.
Myogelosen
Starke Verspannung von Muskeln an kleinen Stellen. Oft auch als "Hartspann" bezeichnet. Beliebte Stellen für Myogelosen sind der obere Schulterrand nahe dem Hals und die Muskelstränge zwischen den Schulterblättern.