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Glossar: Buchstabe K
- Klippel-Feil-Syndrom
- Angeborene Missbildung des Halses. Mehrere Halswirbel sind zusammengewachsen; dadurch kann der Kopf nur wenig gedreht werden. Außerdem wird der Hals dadurch sichtbar kürzer ("Kurzhals"). Manchmal kommt es zusätzlich zu Rippenanomalien, Gaumenspalten oder fehlgebildeten Fingern. Häufig führt die Verknöcherung auch zu Schulterblatthohstand.
Der Kurzhals und seine Folgen sind eine angeborene Erkrankung, gegen die leider kein Training hilft. - Körperfett berechnen
- Zwei verschiedene Methoden sind im Bodybuilding üblich: die Messung durch Körperumfänge und die Messung durch Hautfalten. Durchgesetzt haben sich die 7 Falten Methode und die 3 Falten Methode, beide von Jackson und Pollock entwickelt. Andere Formeln mit Hautfalten sind die 3 Falten Methode nach Lohmann, die 3 Falten Methode nach Pollock, die 4 Falten Methode nach Forsyth/Sinning und die Methode des NHCA. Veraltet, aber beliebt ist die 2-Falten-Formel nach Sloan.
- Körperproportionen
- Wir Menschen empfinden bestimmte Körperproportionen fast immer als besonders ästhetisch. Sie hängen in erster Linie vom Körpergewicht und der Körperlänge ab und können ogar berechnet werden. Du kannst darüber mehr erfahren oder einen Online-Rechner diese Berechnungen machen lassen.
- Körpersymmetrie
- Der Begriff "Symmetrie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet: "Gleiche Maße". Beim Bodybuilding ist die Symmetrie der Körperachsen wichtig. Wenn die linke und die rechte Körperseite gleiche Umfänge aufweisen spricht man von einem ausgewogenen Körper, wenn der Ober- oder der Unterkörper kräftiger ist spricht man von einer dominanten Körperhälfte. BBLex bietet einen eigenen Artikel zur Körpersymmetrie an.
- Kohlenhydrate
- Kohlenhydrate sind ein Grundbestandteil der Nahrung. Sie versorgen den Körper mit schnell verfügbarer Energie. Wichtige Kohlehydrate sind Fruchtzucker (Fructose), Haushaltszucker (Saccharose) und Stärke.
- Kolostrum
- Die Milch, die vor der Geburt und in den ersten fünf Tagen nach der Geburt eines Säuglings produziert wird. Sie hat eine besondere Zusammensetzung, die dem Säugling als Kraftnahrung dienen soll. Kolostrum wird manchmal als Supplement genutzt. BBLex enthält einen eigenen Artikel zu diesem Thema.
- Konstitutionstyp
- Der Körperbau der Menschen lässt sich in vier Grundtypen unterscheiden, die Konstitutionstypen genannt werden. Der Konstitutionstyp wird dem Menschen "in die Wiege gelegt", niemand kann ihn durch Training oder Operationen ändern. Das bedeutet natürlich nicht, dass Training sinnlos wäre, nur weil Du nicht zum athletischen Typ gehörst. Es fällt Dir nur schwerer, die selben Ziele zu erreichen. Außerdem gehören nur wenige Menschen genau zu einem der vier Grundtypen; meist sind zwei Grundtypen miteinander vermischt.
Die vier Grundtypen sind:- Der muskulöse Typ (athletisch)
- Der Mensch mit Fettansatz (pyknisch oder eurysom)
- Der schmächtige Typ, das "lange Elend" (leptosom oder asthenisch)
- Der weichförmige Typ (dysplastisch)
Diese Einteilung wurde von dem deutschen Anatom Dr. Kretschmer 1925 gefunden. - Konzentrische Muskelarbeit
Eine der beiden Arten von isotonischer Muskelarbeit. Sie wird aufgebracht, wenn Du ein Gewicht gegen einen Widerstand bewegst. Ein Beispiel: wenn Du Armcurls trainierst ist der Teil der Bewegung, in dem Du die Hantel nach oben bewegst, eine konzentrische Arbeit.
Die Maximalkraft, die ein Muskel bei einer Übung aufbringen kann, ist die konzentrische Muskelarbeit, mit der er die Bewegung genau ein Mal ausführen kann.
Das Gegenstück zur konzentrischen ist die exzentrische Muskelarbeit.- Koordinationstraining
- Zu Beginn des Krafttrainings werden nicht alle Muskelfasern gleichzeitig genutzt. Der Körper hält viele Muskelfasern als Reserve zurück. Es kann also nur ein Teil der Muskelfasern zur selben Zeit angespannt werden (etwa 40% beim Untrainierten, gegenüber 85% bei Athleten). Dadurch ist das Training weniger wirkungsvoll.
Das Koordinationstraining sorgt dafür, dass mehr Nerven zwischen den Muskelfasern wachsen, so dass mehr Fasern zugleich arbeiten können. Das sorgt nicht nur für größere Kraft sondern auch für bessere Beweglichkeit und Flexibilität. Deshalb gehört diese Trainingsform zu jedem ernsthaften Training, auch wenn dabei kein Volumenzuwachs in den Muskeln entsteht.
Zur Erhöhung der Muskelkoordination sind hohe Gewichte bei geringer Wiederholungszahl notwendig, weil ja möglichst viele Muskelfasern zugleich zusammen arbeiten sollen. Das bedeutet: Gewichte von 80% und mehr der Maximalkraft mit 4 bis 5 Wiederholungen und 5 bis 8 Sätzen (je weniger Wiederholungen desto mehr Sätze). Darum ist Koordinationstraining für einen Ungeübten nicht empfehlenswert. - Kraftausdauer
- Die Widerstandsfähigkeit des Muskels gegen Ermüdung bei lange andauernden oder häufig wiederholten Bewegungen. Sie ist abhängig von der Maximalkraft und von der Bereitstellung von Nährstoffen für den Muskel.
Besonders rote Muskelfasern sind besonders ausdauernd. Im Bodybuilding ist die Kraftausdauer das wichtigste (nicht das einzige) Trainingsziel. - Kreatinphosphat
- Ein Eiweiß, das in der Energieversorgung des Körpers eine Rolle spielt. Mit seiner Hilfe wird der Brennstoff der Zellen, das ATP, nach seiner Verbrennung zurück in den Brennstoff ATP verwandelt. Dadurch kann die Muskelzelle wesentlich länger arbeiten (etwa zwanzig bis vierzig Sekunden), als wenn dieses "Recycling" nicht stattfinden würde.
Zugleich lagert Kreatin Wasser in den Muskelzellen ein, wodurch die Muskulatur gestrafft wird. Außerdem wird die Bereitschaft der Muskeln, stärker und größer zu werden, gefördert. BBLex enthält einen eigenen Artikel zu diesem Thema.
Kreatin kommt in der Nahrung vor, besonders in Fleisch und Fisch. Es ist das wohl wichtigste Supplement. - Kyphose
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Biegung in der Wirbelsäule, die unbedingt vorhanden sein muss. Damit der Schädel mit seinem empfindlichen Inhalt, dem Gehirn, gut gegen die Stöße gesichert wird, die beim Gehen entstehen, ist die Wirbelsäule nicht gerade, sondern wie zwei hintereinander liegende S geformt. (Die Mediziner sprechen von der Doppel-S-Krümmung der Wirbelsäule.) Dadurch wirkt sie wie ein Stoßdämpfer. Die Kyphose ist die Krümmung, die von den Brustwirbeln gebildet wird. Auf der Abbildung ist sie rot markiert. Die zweite Kyphose ist im Kreuzbein des Beckens geformt (einigen zusammen gewachsenen Wirbeln), die aber keine Federung bringt, weil das Kreuzbein unbeweglich ist.
Das Gegenteil der Kyphose ist die Lordose.