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Sehnen und Sehnenscheiden

Die Sehnen stellen die Verbindung zwischen Knochen und Muskeln dar. Sie sind sozusagen die Seile, mit denen die Muskeln an den Knochen ziehen.

Im Muskel enden die einzelnen Muskelfasern in festen Fasern, die an der Spitze des Muskels zusammenwachsen und ein festes "Seil" bilden: die Sehne. Das andere Ende der Sehne ist an dem Körperteil angewachsen, der bewegt werden soll oder als Anker dient. Das ist normalerweise ein Knochen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten. So gibt es auch sogenannte Sehnenplatten, (medizinisch: Aponeurosen), bei denen mehrere Muskeln ihre Sehnen zusammenwachsen lassen und sich dadurch gegenseitig Halt bieten. Die Bauchmuskeln sind dafür ein gutes Beispiel: hier ist der gerade Bauchmuskel über eine Sehnenplatte mit den schrägen Bauchmuskeln verbunden. Beim Trizeps wachsen die Sehnen der drei Muskelköpfe zu einer gemeinsamen Sehnenplatte zusammen, die oben am Brustkorb, unten am Becken angewachsen ist.

Manchmal müssen Sehnen sehr lang sein. So liegen zum Beispiel die Muskeln, die die Finger bewegen, im Unterarm. Die Sehnen müssen also über das Handgelenk und die Gelenke der Finger geführt werden. Damit die Sehnen dabei nicht verrutschen werden sie in Röhren; geführt, die zugleich auch noch eine Art Schmierstoff enthalten. Diese Röhren sind die Sehnenscheiden. Sie fixieren also nicht nur die Lage der Sehnen sondern sorgen zudem dafür, dass die Sehnen nicht an Muskeln, Nerven, Adern oder Knochen reiben. Falls nicht genügend Schmierstoff zur Verfügung steht kann es aber leicht dazu kommen, dass sich diese Sehnenscheiden entzünden - sehr schmerzhaft, sehr hinderlich. Die Produktion dieses Schmierstoffs wird durch die Aufwärphase vor dem Training angeregt. Fast alle Sehnenscheidenentzündungen (medizinisch: Tendovaginitis) im Sport sind unnötig.

Ähnlich sieht es mit Sehnenrissen und Sehnenabrissen aus. Dass eine Sehne komplett reißt ist selten; meist braucht es dafür einen schweren Unfall. Aber dass einzelne Fasern der Sehne reißen oder die Sehne vom Knochen abreißt (fast nie vom Muskel, weil sie dort anders festgewachsen ist) kann bei plötzlichen starken Belastungen vorkommen. Zum Beispiel wenn Du ein Gewicht mit Schwung bewegst: beim Anhalten kommt es dann zu einem Ruck, der zu diesen Verletzungen führen kann. Auch hier kann durch eine gute Aufwärmphase vorgebeugt werden.



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