Schleimbeutel
Medizinisch: Bursae synovialis
Durch ihre flüssige Füllung verteilen Schleimbeutel den Druck, der auf sie ausgeübt wird, gleichmäßig auf die Umgebung. Zugleich schützen sie die Sehne, die diesen Druck zumeist ausübt, wie ein Kissen gegen Durchscheuern.
Schleimbeutelentzündung (medizinisch: Bursitis)
Wenn zu lange gleichmäßiger Druck auf einen Schleimbeutel ausgeübt wird, zum Beispiel durch ungepolstertes Knieen bei Stretching-Übungen, kann er sich entzünden. Auch wiederholte Verletzungen an der selben Stelle (Schläge, Stürze oder Ähnliches) können zur Schleimbeutelentzündung führen. Selten kann auch eine schwere andere Erkrankung zur Bursitis führen; hier sind besonders Tuberkulose, Gonorrhoe und Arthritis zu nennen (Diese Aufzählung sollte schon klar machen, dass sie nicht die Hauptursache sind). Ein entzündeter Schleimbeutel fühlt sich an, als wäre Sand im Gelenk. Der Arzt wird das Gelenk ruhig stellen; das bedeutet: Training ist mit einer Bursitis nicht sinnvoll.
Falls Du vermutest, Dir eine Schleimbeutelentzündung "eingehandelt" zu haben, solltest Du unbedingt umgehend Deinen Arzt aufsuchen und Dich an seine Anweisungen halten. Du könntest Dir sonst eine lange andauernde, schmerzhafte Gelenkerkrankungen zuziehen, die im Extremfall bis zur Versteifung des betroffenen Gelenkes führen kann.
Gelegentlich werden solch entzündete Schleimbeutel heraus operiert. Danach kann sich der Patient (im Allgemeinen) wieder normal bewegen, auch der Sport wird nur selten beeinträchtigt. Allerdings kann es nichts schaden, daran zu denken, dass nun ein Schutz weniger im Körper eingebaut ist (Schleimbeutel wachsen normalerweise nicht nach). Außerdem muss es ja einen Grund geben, warum sich die Entzündung entwickeln konnte.
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