Du bist hier: Startseite > Randthemen > Fotografie > Hilfreiche Routinen
Hilfreiche Routinen
Griffbereit müssen sein:
- Zehn bis zwölf Filme - lieber zuviel als zuwenig.
- Die Requisiten: Ketten, Vorschlaghämmer, Schwerter und so weiter
- Viel Öl - es wird meist reichlich gebraucht; unter Umständen Körperfarben oder Abzieh-Tatoos.
- Zusätzliche Posingslips in verschiedenen Farben und Schnitten, sowie T-Shirts zum Wechseln.
- Reichlich frische Handtücher und viel Duschgel.
- Abdeckstifte in verschiedenen Hauttönungen
- Kurzhanteln und Gewichte für "das kleine Training zwischendurch".
- Wasser und andere alkoholfreie Getränke. Nur Kleinigkeiten zu Essen!
Wahrscheinlich bringt der Athlet die meisten dieser Dinge selbst in ausreichender Menge mit. Besorge sie trotzdem: der Fotograf ist für die komplette Ausrüstung verantwortlich, nicht das Modell!
Die Inspektion vor den Aufnahmen:
- Gibt es auffallende Muttermale oder Sommersprossen? Falls ja: mit einem passenden Abdeckstift an die Hautfarbe angleichen.
- Fällt der Badehosenstreifen auf? Dann einen breiter geschnittenen Posingslip wählen!
- Bei Akten: haben sich auf der Sonnenbank beim Liegen helle Druckstellen an der Hüfte gebildet? Wenn ja: mit einem passenden Abdeckstift an die Hautfarbe angleichen.
- Sind die Körperhaare entfernt? Alle? Auch auf dem Rücken und unter den Achseln?
- Bei Akten: Sind die Schamhaare gestutzt? Höchstens halbe Streichholzlänge!
- Bei Akten: Sind die Haare auf und zwischen den Gesäßbacken sauber entfernt?
Diese Liste scheint übertrieben und peinlich zu sein. Nein, ist sie nicht. Ihr werdet Euch wundern, was Ihr auf den Fotos alles entdecken werdet. Seid lieber vor den Aufnahmen sehr genau, damit Ihr Euch später nicht ärgert. Immer dran denken: Peinlichkeiten und Unannehmlichkeiten sind nach einer Stunde vergessen, "Schönheitsfehler" auf den Fotos seht Ihr dagegen Euer ganzes Leben. Eine Anleitung, wie Du einen Körper beurteilen kannst, findest Du im Kapitel Ästhetik.
Während des Shootings beachten:
- Sind die Muskeln gut durchblutet und voll? Wenn nicht: Liegestütze und Kniebeugen machen lassen.
- Wenn der Athlet eingeölt wurde: muss nachgeölt werden?
- Falls Ihr Körperfarben verwendet: muss eine verschmierte Stelle nachgemalt werden?
- Sitzt die Frisur des Modells noch?
- Ist die Kleidung des Modells frei von ungewollten Öl-, Schweiß- und Schmutzflecken?
- Braucht das Modell eine Pause? Falls ja: wirklich?
- Friert das Modell? Falls ja: Liegestützen und Kniebeugen machen lassen.
- Steht das Modell zu nah am Hintergrund und wirft einen Schatten?
Was eigentlich selbstverständlich ist:
- Das Modell bekommt einen Abzug von jedem Foto, auch von den aussortierten. Wenn Ihr digital fotografiert wird für das Modell eine CD mit allen Fotos gebrannt.
- Wenn Akte fotografiert wurden, erhält das Modell auch die Negative, egal wer die Filme und Abzüge bezahlt hat. Dieser Punkt entfällt natürlich, wenn Ihr eine Digitalkamera verwendet. Da gibt es keine Negative.
- Wenn Ihr die Fotos für einen Wettbewerb, eine Website oder eine andere Art der Veröffentlichung erstellt habt, bekommt der Fotograf eine kurze, handschriftliche Genehmigung, die Bilder zu verwenden. Der Text sollte etwa lauten:
"Hiermit erlaube ich, -Name des Modells-, Herrn/Frau -Name des Fotografen- widerruflich, die Bilder, die von mir am -Datum der Fotosession- gemacht wurden, zu veröffentlichen.
Datum, Ort, Unterschrift"
So kann der Fotograf beweisen, dass er nicht gegen den Willen des Modells handelt, und das Modell ist durch das Wörtchen "widerruflich" geschützt: wenn sich der Athlet umentscheidet, kann er durch einen Brief mit Rückschein (wichtig!) diese Erlaubnis jederzeit zurückziehen und hat einen Beleg darüber, dass der Fotograf seinen Brief erhalten hat. Das ist einfach, billig und für beide Seiten fair.