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Bestands-Aufnahmen
Die fotografische Dokumentation des Trainingsstands
Bestands-Aufnahmen dienen der Dokumentation des Trainingsstandes und des erreichten Aussehens. Ein Vergleich mit anderen Athleten und mit sich selbst zu einem anderen Zeitpunkt soll möglich sein. Deswegen solltet Ihr nach folgenden Regeln arbeiten:
- Die Bilder sollten immer den ganzen Körper des Athleten zeigen, von Kopf bis Fuß. Die Kamera befindet sich auf Höhe des Bauchnabels des Athleten, damit keine perspektivischen Verzerrungen entstehen.
- Schuhe und Strümpfe, T-Shirt und Schmuck (vor allem das Halskettchen!) sind tabu, ein Posingslip o.ä. sollte dagegen getragen werden, damit die Fotos später ohne Schwierigkeiten mit anderen Athleten betrachtet werden können; nicht jeder findet Akte gut. Öl ist empfehlenswert, weil es das Körperrelief betont.
- Nutzt die sieben Pflichtposen des Wettbewerb-Posings. Am Besten werden Aufnahmen von allen Posen gemacht, auch von denen, die "ich noch nicht so gut beherrsche" oder die "nicht meine beste Seite" zeigen. Denn darum geht es ja: den Fortschritt auch jener Partien zu verfolgen, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch verbesserungsfähig sind. Die sieben Pflichtposen für Wettkämpfe präsentieren alle Partien des Körpers und sind deswegen besonders gut für diesen Zweck geeignet.
- Auf den Fotos sollten keine Requisiten oder unruhige Hintergründe verwendet werden, damit der Betrachter des Fotos nicht vom Athleten abgelenkt wird.
- Notiert Euch das Aufnahmedatum, den Namen des Modells und des Fotografen bei den Negativen, zum Beispiel auf der Innenseite der Fototasche. Auch auf die Rückseite jedes Abzugs gehören diese Angaben. Auf die Fotos nicht mit Kuli schreiben, der drückt Rillen auf das Foto. Statt dessen lieber einen Filzschreiber oder, noch besser, einen speziellen Fotostift verwenden.
Natürlich braucht sich niemand auf diese Regeln zu beschränken. Nahaufnahmen vom Bizeps, die Pflichtposen als Akte oder Posieren als Conan der Barbar - oder was auch immer Euch einfällt - sind selbstverständlich OK. Wer sollte Euch vorschreiben, wie Ihr Euch darstellt? Aber für Vergleiche sind sie weniger gut geeignet.