Schattenwurf und Teilbeleuchtung
Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese Situation zu vermeiden. Am einfachsten ist es, sich mehr Raum zu verschaffen. Das Modell sollte nicht so nah an der Wand stehen, und auch die Scheinwerfer sollten weiter vom Modell entfernt aufgestellt werden. Der Schattenwurf wird so zwar nicht verhindert, aber die Schatten treffen weiter entfernt vom Modell auf die Wand und sind zudem auch deutlich heller. So ist es dem Fotografen leichter möglich, den Bildausschnitt so zu wählen, dass die Schatten nicht im Bild sind oder zumindest nicht so sehr stören. Außerdem kann dann eine Fotoleuchte so in der Nähe der Wand aufgestellt werden, dass sie von schräg hinten den Rücken beleuchtet und dadurch die Seitenline glänzen lässt.
Eine andere Maßnahme, die sich gut mit der zuerst genannten kombinieren lässt, ist das dunkle (möglichst schwarze) Tuch, das faltenarm an die Wand gehängt und auf dem Boden ausgebreitet wird. Dadurch werden die Schatten, die durch die Scheinwerfer geworfen werden, verschluckt. Achte dabei unbedingt darauf, möglichst viel Licht auf Dein Modell und möglichst wenig Licht auf den Hintergrund zu werfen, damit ggf. keine Falten im Stoff zu erkennen sind. Die lenken wieder ab.
Wenn es Dir irgendwie möglich ist solltest Du die Scheinwerfer auch nicht direkt auf Dein Modell richten, sondern auf weiße Wände oder Tücher. Dadurch erzielst Du eine gleichmäßige Verteilung des Lichts, so dass ein solches Problem wie die schlecht ausgeleuchteten Beine nicht so leicht auftauchen. Bei genügendem Ölauftrag sollten helle Glanzlichter kein Problem darstellen. Wenn möglich solltest Du dann stärkere Lampen verwenden, weil Du sonst längere Belichtungszeiten bekommst und damit die Gefahr erhöhst, das Bild zu verwackeln.
Der Tipp mit den weggedrehten Lampen gilt ausdrücklich nicht für den kleinen Scheinwerfer, der die Rückenlinie aufleuchten lassen soll!
Zum besseren Vergleich solltest Du Dir unbedingt das Beispiel Vorbildliche Gestaltung ansehen.
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