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Körpersymmetrien

Die gleichmässige Entwicklung des Körpers ist ein wichtiger Punkt in der Ästhetik. Wer schon einmal nachgemessen hat, der weiss, dass wir links und rechts unterschiedlich stark ausgeprägte Muskeln haben. Sichtbar, im Spiegel oder auf der Bühne, wird dieser Unterschied für den normalen Betrachter ab ca. 15 mm, der geübte Beobachter kann oft schon Abweichungen im Umfang von 5 mm erkennen.

Doch neben der Links-Rechts-Symmetrie gibt es noch eine weitere Ebene, die häufig nicht beachtet wird: die Oben-Unten-Symmetrie. Sie ist nicht ganz so einfach zu kontrollieren wie die Links-Rechts-Achse, denn hier können wir nicht einfach zwei Zahlen nebeneinander legen und nachschauen, ob sie gleich sind.

Damit ein Körper wohlgeformt wirkt müssen auch der Oberkörper und der Unterleib miteinander in Einklang stehen. Häufig ist es aber so, dass ein riesiger Brustkorb von relativ dünnen Schenkeln getragen wird, oder dass der Unterkörper eines trainierten Läufers einen schwächlichen Oberkörper trägt.

Ein sehr einfacher Test vergleicht die Umfänge von Bizeps und Waden. Im Idealfall sind sie gleich. Das sieht man aber selbst bei grossen Athleten nur selten. Bessere Vergleiche kann man folgendermaßen anstellen:

Wenn das Ergebnis im Bereich 0,995 bis 1,005 liegt, dann ist es PERFEKT! Je stärker der Oberkörper den Unterkörper dominiert, desto weiter über der 1,005 liegt der Wert, je stärker der Unterleib überwiegt, desto weiter liegt der Wert unter der 0,995.

Hier ist eine kleine Tabelle zur leichteren Auswertung:

WertebereichStärkerBewertung
mehr als 1,100OberkörperAlarm! Du wirst dringend an der Beinpresse verlangt!
1,068 - 1,100OberkörperDeutlich sichtbares Ungleichgewicht.
1,035 - 1,068OberkörperDringend mehr Beintraining!
1,006 - 1,035OberkörperFast gut. Nicht viel machen.
0,995 - 1,005 Ideal! Nicht verändern!
0,965 - 0,995UnterkörperFast gut. Nicht viel machen.
0,935 - 0,965UnterkörperDringend mehr Armtraining!
0,905 - 0,935UnterkörperDeutlich sichtbares Ungleichgewicht.
weniger als 0,905UnterkörperAlarm! Nu' aber ran an die Hanteln!

Dass der Bauchumfang nicht in die Berechnung eingeht ist Absicht. Er stellt sozusagen die Grenzlinie zwischen Ober- und Unterkörper dar.