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Mit Haut und Haar

Bräunen, Glänzen und Enthaaren

Die Darstellung des Körpers hat unweigerlich zur Folge, dass Du Haut zeigst. Und auch die soll wirkungsvoll die Erfolge Deines Trainings betonen. Während Frauen im Allgemeinen recht gut wissen, wie sie appetitlich aussehen, brauchen viele Männer dabei ein wenig Nachhilfe.

Die Haut soll das Relief der darunter liegenden Muskeln nicht nur wiedergeben, sondern sogar betonen. Dafür brauchen wir Kontraste, also helle und glänzende Stellen, die sich von deutlichen Schatten abheben. Das ist leicht dadurch zu erreichen, dass Du erst auf die Sonnenbank gehst und bei der Präsentation den Körper einölst, um durch die Glanz- und Schatteneffekte das Muskelrelief zu betonen. So einfach das auch klingt, in der Praxis machen die Details Probleme.

Wieviel Sonnenbank brauchst Du? Das hängt davon ab, was Du planst. Posingö beim Auftrag Falls Du in einem Wettkampf auf der Bühne stehen willst brauchst Du eine sehr dunkle Tönung. Das liegt daran, dass die Scheinwerfer sehr grell sind und die Haut wesentlich blasser wirken lassen als sie ist. Es gibt sogar spezielle Posing-Öle, die mit einem dunkelbraunen Farbstoff versetzt sind, um dem Effekt entgegen zu wirken. Wenn Du solch ein Öl verwendest brauchst Du Dich ausserdem nicht auf auf der Sonnenbank "grillen" zu lassen. Das hat, neben zeitlichen und finanziellen Vorteilen, auch den Nebeneffekt, dass Du als "normaler Mensch" durch die Stadt gehen kannst. Allerdings gibt es noch das Problem mit dem Gesicht: das sollte nämlich nicht glänzen, also von Öl freigehalten werden. Und damit natürlich auch von Farbstoffen.

Wenn Du dagegen vor die Kamera treten willst solltest Du Dich von der Sonnenbank fern halten. Bei einer Fotosession wird der Fotograf versuchen, mit Abdeckstiften und Schminke Leberflecken, Sommersprossen und ähnliche Hautmale zu überdecken oder zumindest weniger auffällig zu machen. Wenn Du gebräunte Haut hast geht das aber sehr schlecht. Ausserdem werden die Körperzonen ungleichmässig gebräunt. So sind bei leichter Tönung zum Beispiel Schultern und Rücken wesentlich dunkler als Bauch und Schenkel. Diese Unterschiede sind auf den Fotos später gut zu erkennen. Leider. Zusätzlich gibt es auch das Problem des Badehosenstreifens. Weil wohl kaum jemand ausschliesslich nackt in die Sonne kommt gibt es Bereiche, die langsamer braun werden - sie sind nicht so gut im Training. Darum kann man auch nach Jahren die "Badehosen-Sünde" eines einzigen Sommerurlaubs schon bei leichter Bräunung erkennen. Das Problem tritt aber gar nicht auf, wenn Du ungebräunt vor die Kamera trittst. (Im Kapitel Fotografie findest Du ein Beispiel dafür).

Warum soll das Körperhaar weg? Weil es die darunter liegenden Muskeln verdeckt. Falls Du Öl aufträgst wirken sie unsauber (weil sie am Körper kleben), und im Alltag verschleiern sie das Relief der Hautoberfläche. Besonders unschön wirken Schamhaare, die aus der Badehose herausquellen. Auch die Schamhaare gehören stark gestutzt oder sogar ganz entfernt! Wer glaubt, dass er nur mit einem Busch zwischen den Beinen ein echter Kerl sei hat merkwürdige Ideale, die er dringend überdenken sollte. Ausserdem: wer verlangt denn, dass Du die Haare selbst entfernst? Kann doch ein nettes Abend mit Deiner Freundin werden! Und die freut sich auf jeden Fall, wenn ihr Partner gepflegt ist.

Die schonendste Art, Haare zu entfernen ist die Rasierklinge. Auf einen Elektrorasierer solltest Du verzichten, weil er die Haut sehr stark reizt. Die Enthaarung mit Rasierschaum und Klinge ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Es gibt ein paar Regionen, die man nicht so gerne mit einem Rasiermesser bearbeitet. In solch einem Fall hilft Enthaarungscreme, die es in jeder Drogerie zu kaufen gibt (verschiedene Marken, ab drei €). Sinnvoll ist es, eine besonders sanfte und hautschonende Creme zu verwenden und lieber etwas länger als vom Hersteller angegeben einwirken zu lassen: Männerhaare sind im Allgemeinen etwas dicker als Frauenhaar. Aber unbedingt vorsichtig und nach Anleitung beginnen, erst später steigern! Die Cremes bestehen aus Chemikalien, die die Haare zersetzen, sind also eindeutig weniger hautfreundlich als ein Rasiermesser - selbst wenn Du Dich mit ihnen nicht schneiden kannst.

In einer Newsgroup habe ich die Frage gelesen, ob man nicht mit heissem Wachs oder einem Epiliergerät die Haare dauerhaft entfernen könnte. Es wäre so lästig, im Genitalbereich und unter den Achseln alle zwei Tage zu rasieren. Ganz schlechte Idee! Es gibt Bereiche, in denen ich Haare auf gar keinen Fall ausreissen würde. Das geschieht nämlich bei beiden Methoden. Dann besser die Rasierklinge!